Gebrauchsanleitung für Magazine oder Broschüre selber erstellen!

LOOK_Nov2010_Cover_FinalUm professionelle Magazine oder auch Broschüre selber erstellen zu können, benötigt man zunächst kreatives Denken, ein Gefühl für die Ästhetik und nicht zu vergessen einen schnellen Rechner. Ich habe eine Woche lang an einem Magazin gearbeitet. Im Folgenden schreibe ich über die Probleme und wie ich sie gelöst habe.

Als erstes sollte man ganz genau definieren, was für eine Art an Magazin man haben möchte. Ich legte meine Schwerpunkte hauptsächlich auf Fashion, Foto und lustige Ereignisse fest. Bekanntlich gehören zu einer Zeitschrift Bilder und Fließtext. Daher ist der erste Schritt, lange vor dem eigentlichen Gestalten des Heftes, das Anschaffen von genügend Fotos und schriftlichen Beiträgen. Die Anzahl an qualitativ hohen Fotos ist nicht zu unterschätzen. Ist es sinnvoll in einer Gruppe mit schriftlich Begabten, Fotografen und PC Experten zusammen zu arbeiten. 😉

Als nächstes braucht man geeignete Desktop Publishing Programme um Magazine zu erstellen. Nach einiger Recherchearbeiten bin ich auf Adobe InDesign für Windows und QuarkExpress für Mac zugestoßen. Da ich nur ein gewöhnlicher Windowsnutzer bin, habe ich mich für InDesign entschieden. Jedoch braucht man im Normalfall zusätzliche Programme wie Photoshop, Illustrator und Bridge. Eine Testversion dieser Software kann man kostenlos auf der offiziellen Seite von Adobe herunterladen.  Und da taucht schon das erste Problem auf. Ich habe einen 32Bit Laptop und die aktuelle Adobe Creative Suite 5 (CS5) läuft nur auf Rechnern mit 64Bit Unterstützung. Naja, es bleibt mir dann nichts anderes übrig als den PC von meinem Freund zu beschlagnahmen. Problem gelöst! Ansonsten laufen ältere CS Versionen auch auf Laptops mit 32Bit. 🙂

Nachdem alles installiert ist, beginne ich mit das Cover zu gestalten. Dafür habe ich Adobe Illustrator benutzt. Man kann natürlich hierfür auch Photoshop benutzen. Ich habe nur Illustrator gewählt, weil ich mich mit dem Programm vertrauter machen möchte.

Man sollte auch  die Größe des Magazins im Voraus festlegen. Denn im Nachhinein sind Einstellungen zwar möglich, aber zeitaufwendig. Das ist ein dummer Fehler, was mir unterlaufen ist. Darüber ärgere ich mich heute noch.

Außerdem sollte man sich auch einen Namen für das Magazin überlegen. Dann geht es ab auf die Schriftensuche. Integrierte Schriftarten gibt es über 100 Stück und weitere Hunderte ist im Internet verfügbar. Man müsse nur durch die verschiedensten Schriften gehen und sich für eine entscheiden, die vom Design her dem Inhalt deiner Magazin angepasst ist. Wenn du nur einige Stunden dafür gebraucht hast, so gehörst du zu den Schnelleren. Ich habe auch nie gedacht, dass die Suche nach einer geeigneten Schrift so eine Qual ist. Ich habe für meinen Titel Engravers MT, für Überschriften Myriad Pro und für sonstige Texte Eras Light ITC sowie Eras Demi ITC ausgewählt.  Dabei ist die Leserlichkeit der Texte an höchster Priorität.

Ich habe mir sagen lassen, dass Bilder am besten vorher mit Photoshop bearbeitet werden sollen. Die Bildschirmanzeigenfarben sollen auf RGB und die Ausgangsdruckfarben auf CMYK eingestellt sein. Somit werden Farbunterschiede zwischen den Printmedien und der am Computer gezeigten Version verhindert. Ich habe diese zusätzliche Einstellungsmöglichkeit bzw. auch -notwendigkeit nicht gekannt und das Printergebnis der Fotos wirkte daher leicht dunkel. 🙁

Nun werden Texte und Bilder in InDesign kopiert. Texte lassen sich wie gewohnt per Drag and Drop einfügen. Bei Fotos sieht die Sache schon komplizierter aus. Man verwendet hierfür Adobe Bridge, um Dateien von Photoshop oder Illlustrator in InDesign zu übertragen. Ich benutze hierfür den Befehl „Place In“. Musste viele Funktionen ausprobieren, da exportieren sowie per Drag and Drop nicht funktioniert. Blöd gemacht!

Anschließend die Datei als PDF exportieren und als Booklet (Broschürendruck) ausdrucken. Broschürendrucke ordnen die Seiten automatisch so an, dass diese nach dem Drucken und Falten an der richtigen Stelle sind. Manuell ist diese Tätigkeit eine Hölle. :p

Ich rate jedem Magazine auf Hochglanzpapier zu drucken, weil das Ergebnis einfach dann besser aussieht.

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