Die Sächsische Schweiz – Das Gefühl der Freiheit auf dem Gipfel

ungefähr zwei Wochen bin ich in die Sächsische Schweiz gefahren, welche südöstlich von Dresden liegt und ungefähr 260km von Berlin entfernt ist. Sie ist bekannt durch ihre schöne Landschaft entlang der Elbe und die zahlreichen Sandsteingebirge, ein traumhaft schöner Ort.

Die Sächsische Schweiz stellt zugleich ein Erholungsort als auch ein Touristengebiet dar. Zu den Attraktionen zählen unter anderem die Schrammsteine, Europas größte Bergfestung Königstein sowie die Basteibrücke bei Lohmen. Am meisten jedoch wurde ich von einem kleinen Felsen namens Pfaffenstein beeindruckt.

Normalerweise bevorzuge ich die Sparvariante, wenn es um Krafttraining geht wie beispielsweise Bergsteigen oder Wandern. Aus dem Grund habe ich für diese Tour relativ kurze Wanderrouten ausgewählt. Jedoch musste ich vor Ort feststellen, dass die kurzen Wanderrouten mit enorm viel Kletteraufwand verbunden sind. So blieb mir keine andere Wahl als die Zähne zusammen zu beißen und hochzuklettern.

Die erste Station ist ein kleines Restaurant in Tschechien, welches von einem Freund empfohlen wurde. Um dorthin zu gelangen fuhren wir mit dem Fahrrad entlang des Elbradweges nach Tschechien, stiegen dann in eine Fähre ein, die uns zum gegenüberliegenden Ufer transportiert, um dann schließlich auf einen Felsen zu klettern und zum Restaurant „Belveder“ zu kommen.

Nebst der wunderschönen Elblandschaft sind mir noch einige interessante Dinge aufgefallen. Beispielsweise ist der Grenzübergang zwischen Deutschland und Tschechien mit nur einem kleinen Schild gekennzeichnet. Dann, in Tschechien, wurden wir durch weiß markierten Streifen auf dem Radweg begrüßt. Jedoch merkt man als Radfahrer auch ohne den Schild oder Streifen, dass man nicht mehr in Deutschland ist, sondern in einem anderen Land. Denn der ebene Radweg wurde plötzlich holperig.

Endlich in „Belveder“ angekommen haben wir auch schon das erste Problem. Die Preise auf der Speisekarte ist nämlich in der tschechischen Währung Koruna. Naja, wir hatten keine Koruna und wussten auch den Wechselkurs nicht. Daher habe ich zum ersten Mal ohne auf den Preisen zu schauen, im wahrsten Sinne des Wortes, mein Essen bestellt. Glücklicherweise akzeptierten Sie dort Euro, denn ansonsten sehe ich keinen anderen Ausweg als in der Küche als Gehilfe zu landen. Der Wechselkurs liegt übrigens bei 1Euro zu 26 Tschechischen Koruna.

Am darauf folgenden Tag bin ich auf die Schrammsteinaussichten geklettert. Der Weg zur Aussichtsplattform war teilweise sehr steil und wir mussten ab und an den Leiter nehmen. Da es ein außergewöhnlich schöner Tag war, bekam ich die breite Menschenmasse zu spüren. Schlange stehen und Drängeln ist quasi ein Muss. Auf dem Gipfel angekommen ließ ich mich dann auf den Felsen nieder und genieße das tolle und befreiende Gefühl der Entspannung sowie die Herzen beraubende Aussicht.

Im Anschluss sind wir nach Pfaffenstein gefahren. Dies ist ein kleiner Felsen, aber wenn es nach mir ginge, der schönste Felsen. Wir hatten zwei verschiedene Wege um auf den Gipfel zu gelangen. Der erste Weg ist der angenehme Weg, so wurde dieser auch auf den Schildern deutlich gemacht. Der andere Weg ist ein Treppenweg. Das heißt, man läuft in einem Zug eine Treppe hoch, welches eine anstrengende Variante aufweist. Und was nehmen wir? Natürlich die Treppe. ^^

Die Wege sind auf der oberen Hälfte der Treppe teilweise so schmal, dass ein wenig stärker gebaute Personen nicht durch passen. Man kann sich dann nur Ärgern und den Weg zurück laufen um letztendlich den“ angenehmeren“ Weg zu nehmen.

Dann, auf dem Gipfel vom Pfaffenstein angekommen, sieht man zunächst eine klare weite Aussicht über den Felsen. Da die Felsen nicht umzäunt sind, kann man weit hinaus bis zum Abhang laufen und sich dann auf einen Felsen nieder machen und den puren Sonnengenuss erleben.

Die Festung Königstein liegt nicht weit vom Pfaffenstein entfernt und ist die größte Bergfestung ganz Europas. Sie liegt etwa 240 Meter über der Elbe und hat einen eigenen Trinkwasserbrunnen in 150 Metern Tiefe. Es ist kaum zu glauben, dass wir bereits im 16. Jahrhundert solch eine Technik besitzen. Innerhalb der Festung findet man einen Garten, viele kleine Häuser, einen Weinkeller, ein Gefängnis und vieles mehr. Man hat nicht das Gefühl sich innerhalb einer Festung zu befinden, eher in einem kleinen Dorf.

Kurz vor dem Sonnenuntergang ging ich noch auf die Basteibrücke, welche von Lohmen nach Neurathen führte. Sie zählt zu den meist besuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Eins der Gründe dafür müsste der kurze Wanderweg vom Parkplatz bis zur Brücke sein. Denn dieser dauerte nur knappe 5 Minuten. Also für „energiesparende“ Touristen der ideale Ort. Zudem biete die Brücke eine weite Aussicht über die verschiedensten Felsen rings um das Elbtal sowie einen Rundgang durch die Felsformation.

Insgesamt hat mir die Sächsische Schweiz einen brillanten Eindruck hinterlassen, sodass ich jederzeit nochmal hingehen würde, auch wenn es mit dem Bergsteigen sehr anstrengend für mich war.

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