Für viele von euch dauern die Ferien 6 Wochen bzw. 2 Monate lang. Doch in diesem Sommer habe ich nur knapp 2 Wochen Ferien. Es liegt daran, dass ich bis Ende Juli noch Klausuren schreiben musste und Anfang August mein Praktikum schon anfängt. Welch ein Jammer!
Zudem kommt Joanne, meine Freundin aus Canada, für 4 Tage nach Berlin. Joanne habe ich vor 3 Jahren in Shanghai FUDAN kennengelernt. Momentan befindet sie sich auf Europa Tour und möchte soviel wie möglich von Europa sehen. Da ich einerseits Urlaub machen wollte und andererseits die Gelegenheit anbietet ihr mehr von Deutschland zu zeigen, hatten wir uns für einen Wochenend Trip geeignet.
Dann käme die nächste Frage – WOHIN? Ich kam auf die Idee auf Wikipedia nach zu schlagen und gab“ Deutschland“ als Suchbegriff ein. Zu meinem Erstaunen waren auf der Seite viele bildhübsche Fotos von der größten Insel Deutschlands, Rügen, zu sehen. Rügen befindet sich an der Ostsee gegenüber von Stralsund. Daher beschloss ich mit ihr nach Rügen zu fahren.
Da ich nicht genau wusste, ob wir eine oder zwei Nächte auf Rügen verbringen werden, habe ich zunächst nur für die erste Nacht reserviert. Desweiteren werden wir später klären, so hatte ich es mir gedacht.
Am Donnerstag habe ich Joanne vom Bahnhof abgeholt und am Freitag habe ich ihr ganz Berlin gezeigt. Am Samstag standen wir früh am Morgen auf, machten uns fertig, iss ne Kleinigkeit und fuhren mit dem Auto los. Geplant war eine 3 stündige Fahrt dorthin, sodass wir gegen Mittag ankommen werden. Doch leider brauchten wir 2 Stunden mehr als geplant. Es lag daran, dass es auf der Autobahn 2 Unfälle gab. Beide Unfälle geschahen kurz vor Stralsund. Und nun standen wir eine ganz schöne Weile still auf der Autobahn.
Bis wir endlich in Sassnitz, welches an der Ostküste von Rügen befand, ankamen, war es bereits am späten Nachmittag. Wir suchten unsere Pension auf und gingen dann Abend essen. Fährblick, so hieß unsere Pension, lag direkt am Meer. Vor unserer Tür befand sich ein Steg, welcher ins weite Meer hineinführt. Ein wunderschöner Ort für einen Sonnenaufgang…
Und tatsächlich, am nächsten Morgen standen wir alle um 5 Uhr auf, liefen zum Ende des Steges und warteten sehnsüchtig auf den Sonnenaufgang. Gegen 5:20 Uhr erblickten wir am Horizont eine rötlich orangenfarbige Halbkugel. Mit der Zeit wurde sie immer deutlicher und die dunkelrote Farbe verläuft ins grelle gelb hinüber. Wir konnten schließlich die Sonne nicht mehr mit direkten Augen sehen, weil sie zu sehr geblendet hat. Danach gingen wir wieder zu Bett und schlummern gemütlich weiter, bis es Frühstück gab. ^^
Am zweiten Tag waren wir zuerst nach Kap Arkona gefahren. Dort hatten wir jeweils ein Fahrrad gemietet und hatten eine kleine Radtour gehabt. Die Sehenswürdigkeiten lagen nah aneinander, doch leider nicht fürs Auto befahrbar. Demzufolge war es praktischer mit Fahrrad unterwegs zu sein. Zu sehen waren unter anderem das Fischerdorf und der Leuchtturm. Doch was mich am tiefsten beeindruckt hatte, waren die Landschaft mit den Meeresaussichten. Ich bin ein Wasserfan, demzufolge steigt meine Freude enorm, wenn ich am Wasser bin und das Meeresrauschen höre.
Danach gingen wir zu einer anderen Attraktion auf Rügen, nämlich zu den Kreidefelsen am Nationalpark Jasmund. Der Felsen war entlang des Meeres einige hundert Meter zu sehen und der Strand war gefüllt von Kreidesteinen. Nur konnte wir leider nicht ins Wasser gehen, da sich auf den Gesteinen im Wasser Moos befindet und es zu rutschig war. Sehr schade…
Nun war die Sight Seeing Tour beendet und wir konnten unseren Urlaub in Ruhe genießen. Doch zuvor besteht noch ein kleines Problem – das Wohnen. Wir hatten bis dahin noch keine Pension gefunden. Deshalb mussten wir durch ganz Rügen fahren um eine Stelle zum Übernachten zu finden. Wir waren in Binz, Prora, Sellin und viele andere Orte, doch alle Zimmer waren bereits ausgebucht. Erst gegen 20 Uhr hatten wir in Putbus eine Unterkunft gefunden. Ich dachte schon, dass wir im Auto schlafen müssen. Aber zum Glück war es am Ende dennoch gut gelaufen.
Am nächsten Morgen fuhren wir an den Prora Strand, ließen uns von der strahlenden Sonne einsonnen und genießen einige Stunden lang am Meer. Ich war mal zwischenzeitlich im Wasser. Obwohl die Temperaturen warm waren, frierte ich im Wasser. Musste mich daher ständig in Bewegung setzen, damit meine Beine nicht einschlafen. ^^
Einige Stunden noch waren wir noch auf Rügen unterwegs und am Nachmittag fuhren wir dann zurück nach Berlin.
0 Response to “Sommer am Meer *Ostsee*”