Radtour nach Liepnitzsee

In letzter Zeit haben wir prachtvolles Aprilwetter. Jeden Tag strahlt die Sonne und die Temperatur ist außerordentlich angenehm. Und da bald Semesteranfang ist, wollte ich meine restliche Ferienzeit ausnutzen und was Nettes unternehmen. Deshalb beschloss ich eine Radtour mit meiner Schwester und meinem Freund zu machen.

Da war aber auch schon das erste Problem. Ich hatte nur ein Fahrrad und meine Schwester keins. Blöd. 🙁 Was dann? Entweder darf sie nicht mit oder ich kaufe mir ein neues Fahrrad und schenkt ihr mein altes. Letzlich habe ich mich für die 2. Variante entschieden. Und so ging ich zu RADLER, Deutschlands größte Fahrradladen mit über 10.000 qm Ladenfläche 😉 und habe mir ein metallic rotes Trekkingrad für €199 gekauft (ATB). Es hat eine sehr schöne Federung, sodass auch auf holperiegen Straßen angenehm zu fahren ist. Und Dank der 21 Gänge ist das bergauf fahren für mich kein Problem mehr. (Dies gilt natürlich nur in der City 😉 )
Mit dem neuen Fahrrad gingen wir nun auf Radtour und Camping. Zuerst fuhren wir mit der S-Bahn bis Bernau (am Rande von Berlin), dann stiegen wir auf unseren vollbepackten Fahrrädern und fuhren von Bernau aus bis Ladeburg und bogen dann in den Wald hinein. Auf der Landkarte war für eine kleine Strecke keinen Waldweg gekennzeichnet. Doch wir wollten nicht weiter auf der Straße fahren, weil durch den Wald zu fahren viel mehr Spaß macht. (So dachte ich es.) Aber dieser Gedanke erwies sich für falsch. 🙁 Wir gelangen zunächst auf einem Pfad mit Kieselsteinenbröckeln, was alles andere war als schön. Nach einer Weile kamen wir auf einen anderen Weg, ein Weg bestehend aus Sand. Zum ersten Mal verstand ich, weshalb man nicht mit Fahrräden im Sand fahren sollte. Ich kam fast nicht voran und das Lenken war mir auch noch untersagt. Nach einer vierten Stunde war zum Glück auch ein richtiger Waldweg zu sehen. Der war zwar uneben, ging steil bergauf und bergab, aber schlimmer als im Sand zu fahren wurde es nicht 😉 . Außerdem fand ich in der freien Natur zu sein ziemlich erfrischend und relaxend. Und so gelangen wir trotz Müdigkeit (von Trammpeln) frisch und munter am Campingplatz am Liepnitzsee an.

Da die Camping Saison noch nicht richtig begonnen hat, standen auf dem Campingplatz nur einige Wohnmobile. Und wir… waren die einzigen Camper auf der Zeltwiese. Das einzigste Zelt auf dem großen breiten Campingplatz. Es ist soo ruhig, so angenehm. Niemand in deinem Umfeld kann dich stören, alle Plätze gehören nur dir allein. Es war ein fantastisches Gefühl.

Kurz nachdem wir das Zelt errichtet haben, ging die Sonne auch schon herunter. Wir packten unsere Sachen aus, saßen auf der warmen kuscheligen Decke, zündeten den Grill an und genossen in aller Ruhe das leckere Grillessen bei Sonnenuntergang. Bis spät in die Nacht hinein plauderten wir unter leuchtender Sternenhimmel und gingen erst gegen Mitternacht ins Zelt. Bis dahin war alles so schön…wenn die Nacht nicht sooo kalt wäre. 🙁

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